Einige Besonderheiten aus der Geschichte:
Für die Reformation im Südwesten Deutschlands spielte Schloss Hornberg eine wichtige Rolle. Genauso, wie die mächtige Wartburg dem Reformator Martin Luther Schutz bot vor der päpstlichen Gewalt, so bargen die Mauern von Schloss Hornberg den Reformator des Südwestens Johannes Brenz. In der Tarnung als Burgvogt Huldreich Engster von 1548 - 1550 verbrachte Johannes Brenz zwei wichtige Jahre der Verfolgung auf Schloss Hornberg und nutzte den Aufenthalt für seine reformatorische Arbeit und verfaßte maßgebliche theologische Schriften.
Das "Hornberger Schießen"
Durch das Sprichwort "... es geht aus wie das Hornberger Schießen!" ist Hornberg in allen deutschsprachigen Gebieten bekannt. Das Sprichwort bezieht sich auf ein Ereignis im Jahr 1564, als der Herzog sich zum Besuch angesagt hatte. In erwartungsvoller Vorfreude auf das große Ereignis feierten, tranken und feuerten die Hornberger und die aus der ganzen Gegend versammelten Schützen so heftig, daß zu dem Zeitpunkt, als Herzog schließlich eintraf, kein Pulver zum Salutschießen mehr übrig war ...
... ein lustiger, peinlicher Augenblick, an den das Sprichwort heute noch erinnert und der jedes Jahr bei den Aufführungen auf der Freilichtbühne von unseren Gästen wieder unmittelbar miterlebt werden kann.
Von 1776 bis 1787 diente das in der Barockzeit umgebaute Schloss Hornberg mit einem kleinem Hofstaat als Alterssitz der Fürstin Auguste Elisabeth von Thurn und Taxis.
Anklänge an die damalige Zeit vermitteln der gepflegte Schlosspark um die Reste der alten Burg mit der herrlichen Aussicht über die Stadt und die ringsherum liegenden Schwarzwaldhöhen.
Als in der Folge der Französischen Revolution Kriegsangst die Menschen an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich bewegte, fand 1792 auf Schloss Hornberg unter Leitung des Bischofs von Straßburg ein wichtiger Kongreß der verschiedenen Kleinstaaten der Schwäbischen und Oberrheinischen Reichskreise statt, auf den Maßnahmen mit dem Ziel der Abschottung gegen die Französische Revolution besprochen wurden.
Nachdem der Bau der Schwarzwaldbahn (1866 - 1873) einen wachsenden Strom von Feriengästen nach Hornberg brachte, wurde 1897 auf dem Schlossberg, auf den Mauern ehemaliger Schlossgebäude das herrschaftliches "Schlosshotel" als "feines Familienhotel" wiedereröffnet, das sich bald in der Nähe und in der Ferne einen guten Ruf erwarb und Staatsmänner wie Fürstlichkeiten, aber auch viele ausländische Gäste, vor allem Holländer, Franzosen und Engländer anzog.
Zuletzt in den Jahren 1978 und 1993 wurde das Hotel nach den Bedürfnissen modernen Komforts ausgebaut und renoviert, ohne daß dadurch der persönliche Charakter des mittlerweile hundertjährigen historischen Hotelbaues verlorenging, und er sich bis heute sein unverwechselbares Gesicht bewahrt hat.